LISSABON FASHION WEEK – Best of 4 Tage Lissabon

veröffentlicht von Vio E am 22.10.2010 · 1 Kommentar ·

Letzte Woche war es endlich wieder soweit, 4 Tage Fashionweek in Lissabon lagen direkt vor mir und ich freute mich auf portugiesische Mode , Shopping-Orgien und gute maritime Küche. Das Wetter liess mit 20 Grad über deutscher Temperatur auch bereits gute Laune aufkommen und die vom Designer-Duo Alves /Goncalves entworfenen Uniformen der Flugzeug-Crew gaben einen ersten Vorgeschmack auf eine Modewoche, die mit jeder Saison mehr internationales Interesse weckt .

Da ich aber nicht nur bei den Schauen herumsaß, sondern auch weitere Highlights abseits des Laufstegs in der wunderschönen Stadt am Tejo entdeckte, werdet ihr hier ein kleines Best of meiner vier Tage in Lisboa zu lesen bekommen, das von dem interessantesten Designer bis zum besten Restaurant meine persönlichen Geheimtipps beinhaltet.

ALEXANDRA MOURA

Eine der ersten Designer, die jede Saison ihre neue Kollektion bei der Modalisboa auf den Catwalk schicken, ist Alexandra Moura. Die junge Portugiesin zeigt tragbare, cleane Mode, die manchmal leicht skandinavisch inspiriert wirkt und nicht zuletzt deshalb auch etwas weniger kommerziell und typisch südländisch beim Zuschauer ankommt als die Kollektionen ihrer Designer-Kollegen. Und dabei gibt es in jeder neuen Kollektion ein Detail, bzw ein Merkmal dass sich durch die ganze Kollektion zieht und mir jedes Mal wahnsinnig gut gefällt. Für diesen Herbst präsentierte sie bei den Schauen im März wunderschöne Keilstiefeletten und Stiefel mit Goldbeschlägen zu Erdtönen . Für den kommenden Sommer lässt sie es mit tollen Prints und Türkistönen farblich richtig krachen. Der galaktische Print war bei dieser Show auch der rote Faden, der sich durch die Kollektion zog und sogleich mein Herz eroberte. Dabei ist er weniger extraterrestrischen Ursprungs sondern empfindet in Wirklichkeit Mikrostrukturen prähistorischer Metall-Funde in Portugal nach . Dazu passend wirkten vorallem die Mädchen mit ihren übergroßen farbigen Brillen und den ätherischen Frisuren wie fragile Wesen aus den 60ern der Zukunft. Die leichten Stoffe und das klare Design mit avantgardistischen Details hier und da rundeten das Bild ab.

Aber überzeugt euch selbst und seht euch das Video an!

Als dann das Wochenende anbrach und die ersten Schauen absolviert waren, beschlossen wir eine Fashionweek –Pause einzulegen um uns endlich ein wenig im Bairro Alto – das berühmte Altstadtviertel Lissabons – umzusehen und obwohl ich eigentlich immer der Rua da Rosa einen Besuch abstatte wenn ich da bin, habe ich in der hübschen Strasse mit den vielen kleinen Shops diesmal wieder zwei neue Läden entdeckt, die meinem Geldbeutel extrem gefährlich wurden.

NOURI – PELES / LEATHER

In dem kleinen Shop Nouri (leider keine Website) in der Rua da Rosa 137-139 gibt es unglaublich schöne hochwertige Ledertaschen von traditionsreichen portugiesischen Firmen. Perfekt für den back to school look in toller Verarbeitung und Farben von Cognac bis tiefrot zum Niederknien. Aber auch schönen Schmuck bietet das Nouri. Da die Taschen verständlicherweise mit Preisen zwischen 200 und 400 Euro nicht ganz billig sind, habe ich mich dann auch schweren Herzens mit einer Armkette begnügt.

GDE – GALERIA DE EXCLUSIVOS

In der Galeria de Exclusivos in der Hausnummer 195- 197, nur ein paar Meter vom Nouri entfernt, haben sich mehrere junge Designer wie Fernanda PereiraAndreia Proenca oder die Recycling-Designerin Joana Teodoro zusammengeschlossen und verkaufen hier nicht nur ihre Kleidung, sondern auch wundervolle Accessoires wie Ketten, Hüte, avantgardistische Krägen und Schmuck. Doch damit nicht genug, ein Plattenladen mit dem Neuesten aus Portugals Musikszene aber auch einer guten Auswahl internationaler Künstler gehört zum Laden.

FLOR DA LARANJA

Das Essen war in vielerlei Hinsicht ein Überraschungserfolg. Zum Einen landeten wir wider erwarten nicht in einem typisch portugiesischen Restaurant mit Fisch und Tapas sondern in einem wohnzimmergossen , bunten marrokanischen Restaurant , das von aussen nicht einmal als solches zu erkennen war(Rua da Rosa 206). Zum Anderen kann ich mich nicht erinnern, dass mich sowohl Gastgeberin als auch Kochkunst jemals in einem Restaurant so begeistert haben. Spätestens als sie zwischendurch an unserem Tisch Halt machte und augenzwinkernd erklärte, dass ihre Gerichte eben magisch seien, war ich vollkommen überzeugt, dass diese außergewöhnliche Mittvierzigerin nicht ganz menschlich sein kann. Das gewisse glückliche Benommenheitsgefühl, das diese paar Stunden in den weichen Kissen des kleinen Zimmers und in Gesellschaft eines unglaublich leckeren Zitronen-Huhns bei mir auslösten, hielt noch eine ganze Weile danach an , als wir schon längst durch die Bars und Clubs Lissabons zogen. Lisboa, du bist immer für eine positive Überraschung gut!

Autorin: Paula schreibt im Blog Pale, twittert als @berlinavia und bloggt noch unter ihrem privaten Blog Berlinavia.

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