In der Lee Frühjahr/Sommerkollektion werden Denim-Klassiker mit Kultstatus zu neuem Leben erweckt. Klassische Designs und Details treffen auf moderne Schnitte und Finishes. - 120 Jahre Denim-Kompetenz verschmelzen zu einem lebendigen, modernen Style!
Der Schlüssel zur Kollektion liegt in der Lee DNA: Die modernen Denim-Schnitte tragen das Erbgut ihrer pionierartigen Markengeschichte unverkennbar in sich. Lee-Leitmotive in erstklassigen Denim-Qualitäten kreieren die ultimative Five-Pocket-Jeans.
Zwei neue Finishes in der Frauenkollektion und vier neue für Männer erweitern die Palette der Waschungen von Lee DNA, mit denen die Preview Kollektion in die Frühjahr/Sommer-Saison gestartet ist. Damit spiegeln die DNA-Waschungen das gesamte Denim-Farbspektrum wider – von tiefdunklem Rinse bis hin zu Vintage.
Das Konzept der Denim-DNA und das 120-jährige Bestehen der Marke Lee inspirierten die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2010. Jeder Liefertermin betrachtet einen eigenen Aspekt der innovativen Vergangenheit von Lee und lässt ihn in zeitgemäßem Look und Style aufleben. Zu Beginn der Markengeschichte produzierte Lee Arbeitskleidung, die für ihre herausragende Passform, Beständigkeit und ihr überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt waren. Später brachte das Unternehmen auch Arbeitskleidung für Cowboys auf den Markt. Und als die Cowboys nach schickeren Outfits verlangten, entwarf Lee smartere Freizeitkleidung für
diese Zielgruppe.
Die Frühjahr/Sommer-Saison beginnt mit einer frischen Interpretation der klassischen Arbeitskleidung in der Preview Kollektion und vollzieht dann die Entwicklung der Marke Lee weiter nach – mit Kleidung im Westernstil und schmal geschnittenen, lässigen Casual Fits.
Der erste Liefertermin führt zurück an die amerikanischen Wildwest-Wurzeln der Marke und konzentriert sich auf die als „Lee Westerners“ bekannt gewordene Westernkleidung.
Zu den besonders einflussreichen Stücken zählen das schmal geschnittene Rider Jacket (101-J), die 1931 auf den Markt kam, und die enge 101 Rider Jeans, die als Cowboy-Jeans mit der besten Passform gefeiert wurde. Zwei Kinolegenden verkörpern den Look und die Lebenseinstellung dieser Kollektion: James Dean in seiner Rolle in „Giganten“ und Marilyn Monroe in „Misfits – Nicht gesellschaftsfähig“.
Zur Neuauflage der „Westerners“ gehören Rider Jackets in zahlreichen Fabrics und Finishes, dazu Hemden im Westernstil und schmal geschnittene Jeans mit vielen DNA-Details.
Eine der Glanzzeiten in der Lee Markengeschichte waren die 50er Jahre, die den zweiten Liefertermin prägen. James Dean als Rebell in „...denn sie wissen nicht, was sie tun“ ist die Inspirationsquelle für die Männerkollek
tion. Und bei den Frauen behauptet Marilyn Monroe ihren Kultstatus: Ihr lässig-eleganter Ostküsten-Stil der 50er Jahre schafft auch heute noch legendäre Looks.
Henry David Lee gründet die H.D. Lee Mercantile Company in Kansas ? ein Unternehmen, das sich auf den Handel mit hochwertigen Textilwaren spezialisiert.
Schnell erkennt Lee den Bedarf an zuverlässiger Arbeitsbekleidung. Unzufrieden mit der Qualität und den unregelmäßigen Lieferungen von Arbeitsbekleidung durch östliche Hersteller, ist Lee der Überzeugung, dass sein Unternehmen es besser kann. Diese Geschäftsidee von Lee ist der Anfang eines Unternehmens, das sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zum erfolgreichsten Bekleidungshersteller entwickeln sollte.
1911Nachdem H.D. Lee den Bedarf an zuverlässiger Arbeitsbekleidung erkannt hat, beginnt er 1911, qualitativ hochwertige Overalls zu produzieren. Das erste Modell überhaupt ist der Bib Overall, der ursprünglich aus 8 oz. schwerem Denim produziert wird und mit einer multifunktionalen Brusttasche und einer Knopfleiste ausgestattet ist.
Lee produziert außerdem Jacken und Latzhosen, kann sich in der Branche aber erst 1913 mit dem Overall „Union All“ durchsetzen.
Angeblich wird H.D. Lee durch seinen Chauffeur inspiriert, als dieser sein Auto repariert. Dabei kommt Lee auf die Idee, einen Overall zu entwerfen, der seinen Träger sowohl von der Hüfte abwärts als auch am Oberkörper schützt.
Eine Jacke und eine Latzhose werden zusammengenäht und bilden somit einen langarmigen Overall. Da der Overall als einteilige Arbeitsbekleidung gleichermaßen für Automechaniker, Schienenarbeiter, Bauern und andere Berufsgruppen geeignet ist, erlangt der Union All umgehend Beliebtheit im ganzen Land. Dabei hat H.D. Lee mit dem Overall lediglich auf die Klagen seines Chauffeurs reagiert, der es leid war, dass seine Uniform jedes Mal schmutzig wurde, wenn er den Wagen seines Chefs reparierte. Der Union-All macht Arbeitsbekleidung von Lee zu einem Begriff und ebnet in den darauf folgenden vier Jahren den Weg für die Eröffnung von Produktionsstätten in Missouri, Kansas, Indiana, New Jersey, Minnesota und einer Vertriebsstelle in Kalifornien.
1916 werden die Union-Alls zum Zeichen für die Mitgliedschaft der LEE-Mitarbeiter in der Bekleidungsindustrie-Gewerkschaft „United Garment Workers of America“.
Die erste nationale Werbeanzeige des Unternehmens in der Saturday Evening Post stellt das Unternehmen als weltweit größten Arbeitsbekleidungshersteller mit gewerkschaftlich organisierter Belegschaft vor.
1920Die H.D. Lee Company konzipiert Buddy Lee zwischen 1920 und 1921 als Werbesymbol, das zum ersten Mal in der Lee-Preisliste 1922 auftaucht. Der erste Buddy Lee trägt einen Lee-Overall und wird im Schaufenster des Dayton Company Department Stores auf der Nicollet Avenue in Minneapolis, Minnesota ausgestellt.
Buddy Lee ist einer der ersten Firmencharaktere in Amerika überhaupt. Damals war diese Art der Marketingstrategie noch nicht sehr verbreitet. Im Laufe der Zeit hat sich Buddy Lee als äußerst erfolgreich erwiesen und ist zu einem begehrten Sammlerstück geworden.
19211921 nimmt Lee mit dem „Loco Jacket“ eine der ersten Jacken in seine
Kollektion auf. Es wurde speziell für Bahnarbeiter entworfen und aus 8 oz. schwerem Denim produziert. Diese Jacke hat Drei-Knopf-Manschetten, weite, schräg aufgesetzte Hüfttaschen und ein legeres Armdesign.
Nach der Erfindung des Reißverschlusses führt Lee unter der Bezeichnung „91“ die
erste Denim-Jacke mit Reißverschluss und einer 4-in-1-Brusttasche ein. Die Produktion bleibt mit diesem bewährten und authentischen Design bis in die 1980er Jahre unverändert.
1924Das Vorgängermodell der Lee Riders wird 1924 auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um Arbeitshosen aus 13 oz. schwerem Denimstoff, die speziell für Seeleute und Holzfäller gedacht sind. Außerdem werden die Lee Cowboy Pants („101“) entworfen, die auf die besonderen Bedürfnisse von Cowboys und Rodeoreitern abgestimmt sind.
Die Idee, sich auf die speziellen Anforderungen der Cowboys zu konzentrieren, erweist sich als äußerst wichtig, da dieser Markt zum entscheidenden Katalysator für Jeansbekleidung auf der ganzen Welt wird.
1925 entwickelt Lee die revolutionäre „Jelt Denim“. Diese 11,5 oz. Denimjeans wird mit Hilfe eines Verfahrens produziert, bei dem das Garn fester als zuvor gedreht wird. Damit bieten diese Jeans längere Beständigkeit und größere Reißfestigkeit. Der durch diese Produkte beständige Erfolg in der Arbeitsbekleidungsbranche inspiriert Lee auch zum ersten Werbeslogan: „The Jeans that Built America“.
Die ursprünglichen Arbeitshosen werden entworfen, um die Anforderungen der Bahnarbeiter-Pioniere zu erfüllen. Die „Boss of the Road“-Hosen bestehen aus Jelt Denim.
Für die Kombination aus Jelt Denim und dem neu entwickelten „Hookless Fastener“ - dem so genannten „hakenlosen Verschluss“, der später unter dem Namen Reißverschluss bekannt wurde - startet Lee einen Wettbewerb zur Namensgebung für seinen neuesten Overall: Der Gewinner ist „Lee Whizit“, wobei sich der Name auf das Geräusch bezieht, das der Reißverschluss beim Schließen und Öffnen macht.
Lee bringt die „101-Z“ auf den Markt – die weltweit erste Jeans mit Reißverschluss. Ab 1926 werden Reißverschlüsse auch bei den Cowboy-Hosen verwendet, von denen von nun an zwei Versionen erhältlich sind: die 101-B (mit Knöpfen) und die 101-Z (mit Reißverschluss). Außerdem sind diese Modelle nun in speziellen Passformen für optimierte Steh- und Sitzproportionen und Innennaht-Abmessungen erhältlich.
Der auf den Sattel angepasste U-förmige Hosenschritt zur Erhöhung des Tragekomforts ist eine weitere Erfindung in diesem Jahr, die bei beiden Modellen angewendet wird.
1929Eine Jelt Denim-Kurzjacke mit Reißverschluss wird als passendes Oberteil zum Lee Bib Overall auf den Markt gebracht.
19311931 führt Lee das Slim Jacket ein. Sie ist die erste kürzere, im Western Stil geschnittene Jacke auf dem Markt, die unter der Bezeichnung „101-J“ (für Jacke) bekannt wird. Das Slim Jacket hat schräg aufgesetzte Brusttaschen,
mit denen Cowboys während des Reitens leichter mit der Hand in die Tasche auf der anderen Seite greifen können. Die Jacke hat außerdem einen breiten Hüftbund, der für besseren Sitz sorgt und dafür, dass sich die Jacke nicht nach oben hebt.
1933Lee nimmt das „Storm Rider Jacket“ in sein Angebot auf. Diese sollte später zu den bekanntesten Flaggschiffen seiner Kollektion gehören. Sie ist eine Winterversion des Slim Jacket, mit einem warmen Baumwoll-Innenfutter und Cordkragen.
1936Lee führt das „Hair-on-Hide“-Label ein, das erste Lederetikett des Unternehmens. Das Logo wird direkt auf das Kuhfell gebrannt und ist Ausdruck des typischen Cowboy-Lifestyles.
1944Lee verwendet die „Lazy S“-Ziernaht. Grundidee ist, dass die beiden Gesäßtaschen nebeneinander gesehen die Hörner des berühmten
texanischen Longhorn symbolisieren. Dieses Symbol ersetzt den Doppelbogen („Arcuate“), der für die Cowboy-Hosen seit 1926 verwendet worden war.
Weiterhin wird in diesem Jahr die gesamte Cowboy-Bekleidungskollektion unter dem Label „Lee Riders“ zusammengefasst.
1946Lee wechselt vom „Hair-on-Hide“-Label zum Twitch-Label. „Twitch“ bezieht sich hier auf das Zusammenzucken des Stiers, wenn er mit dem glühenden Eisen sein Brandzeichen erhält.
1949Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Damenjeans wird 1949 die Lady Lee Riders auf den Markt gebracht. Innerhalb kürzester Zeit gilt sie als die Jeans mit der besten Passform in der gesamten Branche.
1954James Dean in „Jenseits von Eden“ und Marlon Brando in „Der Wilde“ – beide tragen Jeans. Dies ist die Geburtsstunde des Motorrad-Kults und der Beginn
des Übergangs der Jeans von der Arbeitskleidung in die Popkultur.
Neben der Marktführerschaft in den Segmenten Arbeits- und Westernbekleidung erobert Lee mit „Leesures“ nun auch den Sektor der Freizeitbekleidung: komfortable Kleidung für Arbeit und Freizeit.
19641964 werden Lee Stretchhosen und „Lee-Prest“ - Hosen mit permanenter Bügefalte - auf den Markt gebracht. Als erste „bügelfreie“ Jeans werden sie sofort zu begehrten Produkten. Beide gehören zur „Leesures“-Kollektion.
1970Lee stellt vollständig von Arbeitsbekleidung auf Freizeitbekleidung um und beginnt damit seinen Siegeszug in Modekreisen. Heute exportiert Lee in 82 Länder außerhalb der USA.